
Verantwortlich für diese inhaltliche Seite "Klimapolitik im Landkreis" ist Waltraud Gruber, Fraktionssprecherin der Grünen Kreistagsfraktion und Bezirskrätin Oberbayern.
Windenergienutzung im Landkreis Ebersberg
Ausführliche Information zum Thema Windenergie im Landkreis Ebersberg können Sie unter der Rubrik "Windpark" nachlesen.
©foto: Waltraud_Gruber
100 % erneuerbare Energien brauchen intelligente Stromnetze
20.2.2011: Obwohl die Energiekonzerne über die Stromrechnungen viel Geld für die Stromnetze erhalten, haben sie es versäumt die Netze auszubauen.
Die Stromnetze in Deutschland sind verstopft mit Kohle- und Atomstrom. Außerdem sind sie zu unflexibel für eine intelligente Verteilung von dezentral erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien. So verhindert nicht nur die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke und der Bau von Kohlekraftwerken eine Zukunft mit 100 Prozent erneuerbaren Energien, sondern auch der stockende Ausbau der Stromnetze. Denn der saubere, dezentral erzeugte Strom erfordert eine intelligente Netzinfrastruktur, die den Strom flexibel verteilt.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzt sich für "Smart Grids" ein. Mittels intelligenter Technik können zum Beispiel mehrere Kraftwerke auf Basis der erneuerbaren Energien so zusammengeschaltet werden, dass eine Vollversorgung möglich ist. Das ist eine gute Lösung für Erzeugung und Verbrauch von Strom vor Ort. Wenn es um den Transport über weite Strecken geht, steckt in den sognannten "Super Grids" die Zukunft. Sie können Strom verlustarm transportieren und damit Wind- und Solarstromanlagen über ganz Europa und Nordafrika miteinander vernetzen. So ist auch ein grenzüberschreitender Ausgleich bei der schwankenden Erzeugung von erneuerbar erzeugtem Strom möglich.
von: Waltraud Gruber
Stundenweise schon mehr Windstrom als Atomstrom
4. Februar 2011: Leider hinkt der Landkreis Ebersberg noch hinterher: In Deutschland waren am Ende des Jahres 2010 schon 27,2 Gigawatt (27,2 Millionen Kilowatt) Windkraft installiert. An Atomkraft sind noch 20,5 Gigawatt am Stromnetz. Heute am windreichen 4. Februar wird viele Stunden die Windkraft voraussichtlich mehr Strom als die Atomkraft erzeugen und für weniger als 9 Cent pro Kilowattstunde liefern.
Die neuen Zahlen des Deutschen Windenergie Instituts (DEWI, Wilhelmshaven) sagen, dass im vergangenen Jahr in unserem Land wieder kräftig in die Windkraft investiert wurde. 759 Anlagen mit zusammen 1.551 Megawatt (1.551.000 Kilowatt) wurden errichtet.
Mappus und Seehofer haben sich vehement für das Weiterlaufen der seit 60 Jahren ohne Entsorgung arbeitenden Atomkraftwerke eingesetzt. Im Jahr 2010 wurden in Baden-Württemberg nur 8 und in Bayern nur 25 neue WKA errichtet.
Dass es anders geht, sieht man im ebenfalls hügeligen Binnenland Rheinland-Pfalz. Dieses Land hat zwar weniger als 30 Prozent der Fläche Bayerns, hat kein AKW mehr, ist sogar dichter besiedelt als Bayern und hat im Jahr 2010 weitere 65 WKA gebaut. Im landwirtschaftlich und industriell geprägten Rheinland-Pfalz erzeugen bereits 1.086 Windkraftwerke Strom.
Es wird Zeit, dass sich auch im Landkreis Ebersberg Windräder drehen, um unsere Stromversorgung der Zukunft zu sichern!
Max Maier, Leiter der Projektgruppe Windenergie
foto©Waltraud_Gruber
An Windenergie geht kein Weg vorbei
Keine Form der Energiegewinnung braucht so wenig Platz wie die Windenergie. Die tatsächlich verbrauchte Fläche durch Windkraftanlagen ist minimal und liegt bei unter 1%, der für Windanlagen ausgewiesenen Fläche. Die Windkraft ist ein billiger und reichlich vorhandener, sauberer und erneuerbarer Rohstoff. Durch diese ständige Verfügbarkeit wäre Deutschland weniger abhängig von Energieversorgung aus dem Ausland. Bei der Produktion von Windenergie entsteht kein Ausstoß von Schadstoffen wie Kohlendioxid, Stickoxide und Schwefeldioxid. Wind hat eine äußerst günstige Energieamortisationszeit (die Zeit, bis die zur Herstellung einer Anlage benötigte Energie wieder eingespielt ist), sie liegt bei 4 bis 10 Monaten.
Stand im Landkreis Ebersberg:
Ertragsberechnungen durch zwei unabhängige Gutachter ergaben, dass der Standort Vaterstetten/Poing mit über 4 Mio. Kwh/a über 60% des Referenzwertes liegt und somit für den Bau von Windkraftanlagen geeignet scheint. Die weiteren planungsrechtlichen Schritte müssen von Projektanten in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Vaterstetten vollzogen werden. Die Standorte Taubenberg bei Kirchseeon und Sauberg an der Schafweide schneiden schlechter ab und haben deshalb keine Priorität.
Max Maier, Leiter der Projektgruppe Windenergie im Landkreis Ebersberg
Januar 2011
Klimaschutzpolitik

"Die Erde hat Fieber - und das Fieber steigt." (Al Gore)
Eine wirksame Klimaschutzpolitik ist eine grundlegende politische Herausforderung um eine lebenswerte Umwelt für zukünftige Generationen zu ermöglichen. Die Zeit drängt - es müssen endlich nachhaltige Konzepte umgesetzt werden, um den Klimawandel zu verlangsamen.
Die Themenbereiche Einsparen von Energie, Umstieg auf regenerative Wärmeträger, Ökostrom, Senkung der Treibhausgase in der Landwirtschaft, Ernährung und Mobilität sind dabei die wichtigsten Themenfelder. Auch im Landkreis Ebersberg.
foto©hofschlaeger;www.pixelio.de
Jetzt Klimaschutz. Für Morgen. Auch im Landkreis Ebersberg.

Der Klimawandel geht uns alle an. Es wäre ein ökologischer und wirtschaftlicher Wahnsinn, wenn nicht jetzt eine Energiewende eingeleitet werden würde.
Beim Erdöl ist der historische Zeitpunkt der maximalen Förderung schon überschritten, bei den anderen klassischen Energieträgern ist der Rückgang in wenigen Jahren zu erwarten. Das nicht mehr zu übersehende Ende der Zeit preisgünstiger Energie erfordere ebenso wie der Klimaschutz rasches Handeln auf allen Ebenen auch im kommunalen Bereich. Verkehr und die Landwirtschaft sind ebenso betroffen wie unser Verbrauch von Heizwärme und Strom. Alle Energiesparten stehen zukünftig unter dem Diktat der großen E: Einsparung, Effizienzverbesserung und Einsatz erneuerbarer Energie.
foto©ChrisRossmeissel;www.pixelio.de
Ernährung und Klima

Die Brisanz des Themas "Emissionen aus der Landwirtschaft" für den Klimawandel wird bisher noch viel zu wenig beachtet. Und dies trotz alarmierender Zahlen.
So errechnete das renommierte Worldwatch-Institute Ende 2009, dass die Haltung von „Nutztieren“ für gut die Hälfte der vom Menschen verursachten Treibhausgase verantwortlich ist - mehr als der gesamte weltweite Verkehr emittiert.
- Einen ausführlicher Artikel von Bettina Goldner lesen Sie hier.
- Auf ihrer Web-Site behandelt Bettina Goldner das Thema noch eingehender.
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Klima und Verkehr
In Bayern kommen 30% der CO2 –Emissionen vom Verkehr. Fahrradfahren und zu Fuß gehen sind oft unattraktiv und gefährlich. Der ÖPNV ist oft nicht attraktiv genug. In vielen Gemeinden gibt es am Wochenende und am Abend keine öffentlichen Verkehrsverbindungen. Es existiert nur eine unzureichende öffentliche Nord-Süd-Verbindung durch den Ebersberger Forst. Neue Verkehrsströme werden ausgelöst durch:Schnellstraßen und überproportionierte Umgehungsstraßen, wie in Zorneding ziehen überregionalen Autoverkehr an und bringen in den Nachbargemeinden Verkehrsstaus, Bau der Flughafentangente, neue undurchdachte Gewerbegebiete wie das Interkommunale Gewerbegebiet bedeuten Zuzug zwingenden Ausbau der Infrastruktur und neuen Verkehr, Verkehrsströme von und zur Wachstumsregion München nehmen ständig zu.
- Ausführliche Informationen über Mobilität in Ebersberg lesen Sie auf unserer Themenseite Mobilität
- Das Grüne Mobilitätskonzept für den Landkreis Ebersberg lesen Sie hier
foto©Dieter_Schütz;www.pixelio.de
Effizientes Bauen

Gerade bei Neubauten und Renovierungen kann im besonderem Maße auf Effizienz und Nachhaltigkeit geachtet werden. Die Grüne Kreistagsfraktion hat ein umfangreiches Positionspapier erarbeitet: „Leitlinien zum energieeffizienten, wirtschaftlichen und nachhaltigen Bauen der Liegenschaften des Landkreises Ebersberg“.
Ergänzend zu den bestehenden Richtlinien bei Bauvorhaben, soll der Kreistag zusätzliche energetische Standards und weitere Kriterien für nachhaltiges Bauen festlegen. Die Einhaltung diese Regeln soll dann verpflichtend sind. Die Leitlinien der Stadt Nürnberg wurden als Vorbild herangezogen, um weitere Punkte ergänzt und bestehende Beschlüsse des Landkreises einbezogen. Ziel des Landkreises Ebersberg muss es sein im eigenen Verantwortungsbereich dem Klimawandel entgegenzuwirken, Ressourcenschutz zu betreiben und somit konsequent nach den Prinzipien einer umfassenden Nachhaltigkeit zu handeln.
Die Grünen sehen in der Erstellung von Leitlinien für nachhaltiges Bauen eine direkte Fortschreibung und Konkretisierung der “Leitlinien 2030 des Landkreises Ebersberg“.
Hier lesen Sie Das Grüne Positionspapier:
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Klimaschutz und Energie

In den Leitlinien des „Aktionsprogramms 2030“, das der Kreistag Ebersberg 2007 einstimmig verabschiedet hat, wurde das Ziel festgeschrieben, dass der Landkreis bis 2030 unabhängig von fossilen und anderen endlichen Energieträgern werden soll.
Es ist eines der Hauptziele Grüner Kommunalpolitik im Landkreis dieses Thema nachdrücklich zu verfolgen. Die Zielrichtung geben die großen „E“ in der Energiepolitik vor: Einsparung - Effizienzsteigerung - Erneuerbare Energien.
Im Folgenden werden Beispiele politischer Aktivitäten zu diesem Thema aufgeführt:
- „Leitlinien zum energieeffizienten, wirtschaftlichen und nachhaltigen Bauen der Liegenschaften des Landkreises Ebersberg“.
- Energiewende der Stadt Ebersberg
- Photovoltaik auf allen Dächern der Liegenschaften des Kreises (Antrag I; Antrag II)
- Prioritätenliste für energetische Sanierung
- regenerative Energieversorgung der Liegenschaften
- Windkraft im Landkreis (Überparteilicher Antrag, Besichtigungsfahrt zu Windkraftanlagen, Windkraft im Landkreis)
- Energie-Einspar-Contracting
- Ökostrom für kreiseigene Liegenschaften
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Windkraftanlagen sind auch im Landkreis Ebersberg möglich

Um auf regenerative Energien umzusteigen, müssen alle zur Verfügung stehenden Energieträger in einem Mix Schritt für Schritt die fossilen Brennstoffe ersetzen.
Windenergie ist laut wissenschaftlichen Prognosen eine der wichtigsten und ausbaufähigsten Energiequellen für unsere Zukunft – auch im Landkreis Ebersberg.
- Eine ausführliche Erklärung lesen Sie hier.
- Überparteilicher Antrag zur Windkraft in Ebersberg
- Antrag: Besichtigungsfahrt zu Windkraftanlagen
- Antrag an den Umwaltausschuss bzgl. Windkraft im Landkreis
foto©Waltraud_Gruber
Aktionsprogramm 2030
2006 hat der Landkreis Ebersberg einstimmig das "Aktionsprogramm Ebersberg 2030 für die nachhaltige Entwicklung des Landkreises Ebersberg" verabschiedet. Es wurde von politischen VerteterInnen (Kreistag, Gemeinden), zahlreichen gesellschaftlichen Gruppen in einem umfangreichen Diskussionsprozess entwieckelt.
Dieses Aktionsprogramm macht Aussagen zu Entwicklungsrichtungen, wie sie in den nächsten jahren verfolgt werden sollen.
U.a. werden dort auch klimarelevante Themen wie die Energieeffizienz und erneuerbare Energien, nachhaltige Siedlungsentwicklung, Wald und Forstwirtschaft, Natur und Landschaft, nachhaltige Landwirtschaft, Kaufkraftbindung und regionale Wirtschaftskreisläufe behandelt.














