28.02.2017

Lademöglichkeiten für Elektroautos und -räder auf landkreiseigenen Parkplätzen

Ging es nach der Kreistagsfraktion, dann würden die landkreiseigenen Parkplätze mit Lademöglichkeiten für Elektoautos und –räder bestückt. „Damit kann der Landkreis darauf hinwirken, die Lade-Infrastruktur für E-Mobilität insgesamt zu verbessern“, so Fraktionssprecherin Waltraud Gruber.

©foto:pixabay.com

Die Akzeptanz und der Durchbruch der E-Mobilität im Kfz-Bereich hängt von drei Faktoren ab: Reichweite, Preis und Ladeinfrastruktur. Beim letzten Punkt hat der Landkreis die Möglichkeit positiv einzuwirken.

Elektromobilität hat viele Vorteile

Neben der Luftreinhaltung und den stark reduzierten Lärmemissionen ist es die CO2-freie Mobilität, die beim „Tanken“ von Erneuerbaren Energien garantiert ist. Genau diese Voraussetzung ist bei den Landkreis-Liegenschaften erfüllt, denn die Liegenschaften des Landkreises beziehen Ökostrom mit Neuanlagenquote. Zukünftig könnte auch der Regionalstrom „EBER-Strom“ zum Einsatz kommen.

Da in einigen Liegenschaften PV-Strom erzeugt wird, könnten dort die Ladestationen mit Eigenstrom betrieben werden. Das deckt sich zeitlich auch mit dem Bedarf, denn die Mitarbeiter und Kund*innen des Landratsamtes und der Schulen stellen ihren PKW meist über Tag ab.

Eine Überdachung mit PV-Anlagen würde zudem weitere Vorteile für die parkenden Autos bringen: im Sommer ist es schattig, im Winter schneefrei.

Antrag

In dem ausführlichen Antrag wird auf Kosten und Lademöglichkeiten eingegangen, den Rahmenbedingungen von Bund und EU – sowie den Zielsetzungen des Landkreises Ebersberg. Bei der Aktualisierung der Eckpunkte des Landkreises zur Energiewende, wurde im April 2015 der Beschluss bekräftigt, dass der Landkreis bis zum Jahr 2030 frei von fossilen und anderen endlichen Energieträgern sein soll. Dieser Vorsatz wurde auch auf den Bereich der Mobilität ausgedehnt. Zitat „Die mit regenerativen Energien betriebenen Verkehrsmittel und energieeffiziente Mobilitätslösungen werden vorrangig gefördert.“

Neben dem Grundsatzbeschluss, dass bei Neubau und Renovierung Lademöglichkeiten vorgesehen werden sollen, beinhaltet der Antrag der GRÜNEN Kreistagsfraktion Details für eine erste Maßnahme, der Installation von Lademöglichkeiten bei der Sanierung der Parkgarage des erworbenen Sparkassengebäudes.

Auch Lademöglichkeitern für E-Bikes sollen berücksichtigt werden.

Erster Antrag schon 2013

Schon im Dezember 2013 forderte die Grüne Kreistagsfraktion in einem Antrag die Errichtung einer E-Zapfsäule im Zuge der Sanierung des Landratsamts und der Stellplätze davor. Auch eine Überdachung der Parkplätze mit Photovoltaik-Anlagen haben sie schon 2013 vorgeschlagen. Damals wurde die Maßnahme aber nicht durchgeführt. Allerdings wurden die Voraussetzungen für eine Solartankstelle südlich des Landratsamtes geschaffen. Eine Realisierung von Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge ist daher hier mit verhältnismäßig geringem Aufwand möglich.

„Zwischenzeitlich hat sich gezeigt - die E-Mobilität wird kommen. Deshalb ist es sinnvoll das Thema wieder auf die Agenda zu nehmen“, so Philipp Goldner, der verkehrspolitische Sprecher der Kreistagsfraktion.

Fraktionssprecherin Waltraud Gruber ergänzt: „E-Tankstellen sind zudem ein Mehrwert für die Beschäftigten und ein Service für Bürgerinnen und Bürger – sie steigern die Attraktivität und erfüllen eine Vorbildfunktion.“

«Den Antrag von 2017 können hier nachlesen»

«Den Antrag von 2013 finden Sie hier»